Heute fahren wir mal wieder ein wenig herum. Zuerst möchte ich dir den Nai Yang Beach zeigen, welcher sich im Norden von Phuket befindet. Und da ist er schon:

Dieser Strand ist extrem ruhig, das liegt unter anderem daran, dass diese Ecke zum Nationalpark erklärt wurde. Daran wiederum haben die ganzen Schildkröten schuld, die zwischen November und Februar vorbei kommen, um ihre Eier nicht mehr mit sich herum schleppen zu müssen. Nachdem die Schildkröte ihre Eier deponiert hat, kommen fleißige Thailänder und buddeln sie wieder aus. Von da aus kommen sie in eine Aufzuchtstation und die minderjährigen und putzigen Wasserreptilien werden dann zum thailändischen Neujahrsfest in den mäßig kalten Ozean geschubst.
Im nahe gelegen Strandrestaurant gibt es trotz augenzwinkernder Nachfrage keine Schildkrötensuppe. Gut, dann esse ich eben schon wieder Prawns, Crab und was die Andaman See sonst noch so her gibt.

Apropos Nationalpark: Jetzt muss ich mal meckern, was mir als Deutscher durchaus zusteht, geradezu ein absolutes Muss ist. Die Thailänder erwarten das auch so, möchte ich ihre Vorurteile doch nicht enttäuschen. Hat man sich vorgenommen, eine der zahlreichen Sehenswürdigkeiten zu besuchen, trifft man am Eingang oft zwei verschiedene Preistafeln an. Eine auf thai, die andere auf englisch. Das ist ja nett, denkt man sich, da die meisten Touristen mit der Thai-Krakelschrift hoffnungslos überfordert sind. Meist macht sich das im Supermarkt bemerkbar, wenn man statt Zahnpasta Schuhputzcreme gekauft hat. Schaut man allerdings das Thaischild eine Weile an, so bemerkt man, das der Eintrittspreis für Ausländer oft das zehnfache des Eintrittspreises für einen Thailänder beträgt. Man stelle sich vor, ein Ausländer möchten ein Museum in Deutschland besuchen. Deutsche zahlen, sagen wir 5€, Ausländer haben bitte schön 50€ zu zahlen. Schließlich können sie sich ein Urlaub im fernen Ausland finanzieren, dann werden sie wohl auch anstandslos den zehnfachen Preis bezahlen können, so die verquere Logik der Thais. Die anstehende Rassismus-Debatte erspare ich uns jetzt. Ich habe mich daher entschlossen, dass sie sich ihre Wasserfälle, heißen Quellen und Nationalparks sonst wohin stecken können. Der Schildkröten-Nationalpark kostet 20 Baht für alle, das zahle ich gerne, mit einem guten Gefühl. Bei den dreisten Ausländerpreisen anderer Sehenswürdigkeiten mache ich ab sofort auf dem Hacken kehrt, natürlich nicht ohne vorher durchaus deutlich zu machen, was ich davon halte.
Kommen wir aber nun wieder zu den schönen Dingen, die auch nichts kosten. Gestern haben wir einen Ausflug nach Khao Lak unternommen. Auf der Hälfte des Weges haben wir eine kleine Rast eingelegt, und zwar hier:




Die Temperaturen bewegen sich zwischen 25° und 30° C. und auch die Wassertemperatur macht keine blauen Lippen.
Ab und an fängt es heftigst an zu regnen, das aber immer nur kurz.


Ich finde das sehr erfrischend, die Thais finden das aber nicht so prall aufgrund des schon erörterten Nass-Werde-Problems. Ich möchte allerdings niemanden den Floh ins Ohr setzen, die Leute hier wären wasserscheu. Reinlichkeit wird ganz groß geschrieben, wer nicht mindestens 3x täglich duscht, ist ein kleines Dreckschwein.
Wenn man durch die Dörfer um Khao Lak fährt, erinnert nur noch wenig an den Tsunami. Nur ganz vereinzelt findet man noch Häuser, die nach dem Tsunami nicht neu aufgebaut wurden. Man trifft allerdings überall auf Hinweisschilder, die einem im Falle eines erneuten Tsunamis den Weg in höhergelegene Regionen weist. Und man hat auch in Orten, die nicht unmittelbar in Strandnähe liegen, immer wieder Begegnungen der obskuren Art:




Nun zu dem Geheimnis. Ich habe einen Ort ausfindig gemacht, in dem der beliebte Birds Nest Drink hergestellt wird und auch das Haus, in dem die "Produzenten" wohnen. Zugegeben, hier handelt es sich um die preiswerte Variante, die richtigen Birds Nest haben gewichtsmäßig fast den gleichen Wert, wie Gold. Trotzdem kostet die Drinks im Laden richtig Geld. Was man sich darunter vorzustellen hat? Nun, ich zitiere:
"Bei den im Deutschen so genannten „Schwalbennestern“ handelt es sich eigentlich um die Nester von Salanganen die wie die Mauersegler zu den Seglern gehören. Ihren Wert verdankt sie weniger ihrem Geschmack als ihrer Seltenheit und der ihr nachgesagten kräftigenden medizinischen Wirkung. Sie bestehen hauptsächlich aus eiweißreichem, zähen Speichel, dem Nestzement, der eine hell durchscheinende und gelatinöse Masse bildet. Die besonders begehrten „weißen“ Schwalbennester stammen von der in fast ganz Südostasien verbreiteten Art Collocalia fuciphaga. Die Nester von Collocalia maxima werden wegen der in den Nestzement eingearbeiteten dunklen Federn als „schwarz“ bezeichnet. In China – mit der möglichen Ausnahme von Hainan und Taiwan – gibt es keine der Seglerarten, die Nester produzieren, so dass man auf den Import vor allem aus Thailand, Indonesien und Indien angewiesen ist. Zutaten: Wasser, Zucker, Schwalbennest, weisse Pilze." (http://www.delikatessenladen.org)
